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en Grundstein für das Kneipenviertel legte Leo Bauer, der schon vor mehreren Jahrzehnten die Vision eines riesigen Biergartens als Szenetreff des Ruhrgebiets entwickelte - mit über 500 Außensitzplätzen mitten in der Bochumer Innenstadt. Für diesen Plan wurde Leo Bauer allerdings zunächst für verrückt erklärt: Die vorherrschende Meinung lautete, dass so etwas im gesamten Ruhrgebiet nicht möglich war. Doch die Idee nahm Gestalt an - mit der Eröffnung der Gaststätte Mandragora im Jahr 1977 am südlichem Eingang des Dreiecks, dem KAP. Hier können auch nach mehr als 30 Jahren immer noch fantastische Crepes und pikante Galettes gegessen werden. Es folgten Jahre später andere Szenekneipen wie das Sachs, der Intershop, das Tucholski oder das Brinkhoff's No 1, und nach und nach schlossen sich alle Lücken. Der Name Bermuda3Eck tauchte übrigens erstmalig im damaligen Szenemagazin "Marabo" Anfang der 80er in einem Artikel über Leo Bauer auf, denn das ursprüngliche Dreieck war geographisch wirklich ein Dreieck - mit den Eckpunkten Mandragora, Intershop und dem heutigen Café Konkret (seinerzeit das Barrio).
In diesem Dreieck spielte in den ersten 15 Jahren auch die "Musik"; wörtlich und im übertragenen Sinn: Die kreativen Studierenden Bochums - vor allem die der Ruhr-Universität - die die meisten Arbeitskräfte im neu entstehenden Szeneviertel stellten, brachten Livemusik Events, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen mit, was dem Bermuda3Eck den Charakter eines Kultur- und Kleinkunsttreffpunkts und somit einen größeren Besucherstrom bescherte.
Ein weiterer Grund für seine Beliebtheit war die Einführung von Bochum Total - einem Musik-Festival mit mehreren Bühnen - das 1986 als kleines lokales Newcomer-Festival eher beschaulich begann, sich aber schnell zu einem weithin bekannten Event mit inzwischen ungefähr einer Million Besucher jährlich ausweitete. Heute ist das Bermuda3Eck ein überregionaler Gastro- und Event-Magnet und ein zentraler Treffpunkt für Bochumer, Gäste und Besucher.
Als innovatives und kreatives Zentrum für eine neue Gastronomiestruktur ist es außerdem ein dauerhafter Motor im zukunftsträchtigen Freizeit-, Dienstleistungs- und Erlebnismarkt. Denn zu den vielen Gastronomiebetrieben sind auch einige Kinos hinzugekommen, so dass nach oder vor dem aktuellen Blockbuster gegessen und getrunken und danach in einem der um die Ecke befindlichen Clubs gleich losgerockt werden kann.
Mit anderen Worten: Für Bochum-Touristen, aber vor allem für zugezogene Neu-Bochumer ist eine Nacht im Bermuda3Eck ein Muss, das bald alle Sehnsüchte nach alten Feiergewohnheiten in der Heimat vergessen lässt - garantiert!




